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Feierliche Amtseinführung von Pfarrer Thomas Maier in Philippsburg

ein Bericht von Konrad Hoferer

Gott zum Gruß! Herr Pfarrer Maier

Endlich ist er da, der lang erwartete Pfarrer! Es war eine lange Zeit seit September 2006, in welcher die Seelsorgeeinheit Philippsburg auf vieles verzichten musste, was die Seelsorge betraf. Gott sei es gedankt, dass für die drei Pfarreien ein Notplan mit Aushilfepriestern aus den umliegenden Gemeinden und mit Priesterpensionären möglich war.

Doch blicken wir zunächst einmal weit zurück. Damals, es war der Tag, an dem man das Osterlamm opfern und essen musste. Zur bestimmten Stunde kam Jesus an den Ort, wo Petrus und Johannes seinem Auftrag gemäß, alles zum Mahl hergerichtet hatten. Während diesem Mahl, dem Abendmahl, gab Jesus den großen Beweis seiner Liebe für sie, indem er das Sakrament der Eucharistie einsetzte und den Aposteln den Auftrag erteilte dies oft zu tun. Er sagte: "Tut dies, sooft ihr es tut, zu meinem Gedächtnis!"

Und gerade dieser Auftrag wurde am Sonntag, den 1. Juli 2007, dem 13. Sonntag im Jahreskreis und dem Festgedenken Kostbares Blut, beim gottesdienstlichen Geschehen in der Pfarrkirche St. Maria besonders betont.

An diesem Sonntag feierte der vom Erzbischof Robert Zollitsch nach hier berufene Pfarrer Thomas Maier mit uns zum ersten Mal die heilige Messe, assistiert mit Priestern und Diakon: so Dekan Johannes Zwick aus Kirrlach, Pater Augustin Kroeger O.S.B. aus der Erzabtei St. Martin in Beuron, der die Festpredigt hielt, dann Pfarrer i. R. Anton Killer, der vor ihm 16 Jahre hier wirkte und Offizial Pfarrer Michael Hauser. Mit beim Altar war auch der Priestergreis Hans Bauer aus dem Seniorenstift St. Franziskus von hier. Sie alle vollzogen für uns und mit den vielen weiteren Gläubigen das Opfer in besonders feierlicher Form, unterstützt vom Cäcilienchor der Pfarrei und dem Kirchenchor aus Huttenheim.

Während dieser Feier erfolgte auch die Investitur, das heißt die offizielle Einführung des Priesters Thomas Maier als Pfarrer. Diese Handlung nahm der Dekan Johannes Zwick vor. Dazu verlas er die Bestellungsurkunde des Erzbischofs. Dann fragte er Thomas Maier, ob er gewillt ist in der Kirche hier vorzustehen. Das "Ja" kam klar und deutlich.

Darüber sind wir froh und dankbar, denn jetzt haben wir wieder einen Priester und Pfarrer. Hierzu, zu dieser großen Aufgabe, wünschen wir Ihm allseits eine gnadenreiche Mittlerrolle zwischen Christus dem Herrn und uns, auf dass sich unsere persönliche Welt und die unserer drei Orte mit Christus, der ja das Licht der Welt ist, wie uns das Evangelium mitteilt, fülle.

Dass dies geschieht sind die Gnadenströme der Eucharistie freizusetzen, die ja in besonderer Weise den Geist und das Wollen Christi überbringen. Und dabei die Gottesmutter nicht vergessen!

Jetzt ist die "Rüttelstrecke" vorbei, die sich seit dem Abgang von Pfarrer Markus Honé eingestellt hat. Jetzt haben wir wieder einen Priester, der uns auf dem Weg vorangeht, der führt und leitet. Der hl. Pfarrer von Ars (* 1786 - + 1859), 35 km nordöstlich von Lyon, hat einmal bei einem ähnlichen Geschehen gesagt: "Gott erkennen, lieben, ihm dienen - alles was wir sonst tun ist verlorene Zeit!"

Mit dieser Vorgabe könnte Pfarrer Thomas Maier uns führen. Und das ist es, das auch wir aufnehmen sollten, diese Führung: Das wäre ein guter Zweiklang.

Dieser Zweiklang hat sich an diesem 1. Juli bei den Grußworten schon gezeigt. Bürgermeister Stefan Martus und weitere Personen betonten den Willen für eine gute Zusammenarbeit zum Wohle und für das Heil der Menschen hier.

Zum Schluss noch eins!
Vergessen wir nicht, täglich für die Priester zu beten!

  • Für alle, die es sind
  • Für alle, die es waren
  • Für alle, die es werden
Gott wird es lohnen und die allheilige Gottesmutter, die Schutzpatronin unseres Gotteshauses, wird es unterstützen.

Konrad Hoferer


ein Bericht von Herrn Reeb (Stadtanzeiger)

In der überfüllten Pfarrkirche St. Maria wurde nach zehnmonatiger Vakanz mit einem Festgottesdienst Pfarrer Thomas Maier in sein neues Amt als Seelsorger in der Seelsorgeeinheit Philippsburg eingeführt. Bei der feierlichen Investitur verlas Dekan Johannes Zwick vor der Gemeinde die Ernennungsurkunde von Erzbischof Zollitsch in Freiburg und übergab symbolisch die Kirchenschlüssel. "Sie öffnen heute keine Türen mehr, sie sollen die Herzen öffnen." Und an die Gemeinde gewandt: "Helfen Sie ihm, den Glauben weiterzutragen." Willkommensworte mit dem gleichen Tenor eher am Rande des sichtlich froh gestimmten, in Philippsburg 16 Jahre wirkenden und unvergessenen Pfarrers i.R. Anton Killer an seinen Amtsbruder Pfarrer Thomas Maier: "Die Herzen hier stehen Dir offen." Teilgenommen an der Gestaltung des Gottesdienstes hat auch Diakon Roland Moch, mit dabei Pfarrer Hans Bauer aus dem Seniorenhaus St. Franziskus Philippsburg. Mit großer Gesanglicher Hingabe mitgetragen wurde der Festgottesdienst von den katholischen Kirchenchören Philippsburg und Huttenheim. Teilgenommen haben auch die Eltern, weitere Angehörige und Einwohner der Heimatgemeinde von Pfarrer Thomas Maier, der aus Karlsdorf stammt und jetzt aus Oberkirch nach Philippsburg gekommen ist.

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, auch wenn ein Pfarrer eine neue Stelle antritt", verband Pater Augustinus Groeger von der Erzabtei St. Martin in Beuron das bekannte Zitat mit dem Folgesatz, daß sich freilich der Zauber meist über kurz oder lang dem grauen Alltag beuge. "Mancher möchte schon Jesus folgen, so ein wenig, unverbindlich, mit Abstand. Aber ganau das lehnt Jesus ab: Entweder ganz oder garnicht", beschrieb Pater Augustinus das häufige Dilemma. Und auch: "Das Vergängliche kann nicht alles, nicht Inhalt unseres Lebens sein." Von ihrem Pfarrer wolle eine Pfarrei vorgelebt bekommen, was es sei, zu Christus zu gehören.

An den Festgottesdienst schloss sich vor der Kirche St. Maria ein großer Empfang an. Am Hauptportal hatte die Gemeinde einen kunstvollen, farbigen Blumenteppich gelegt. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Seelsorgeeinheit, Verena Götz, hieß Pfarrer Maier herzlich willkommen, übergab ein Apfelbäumchen als Geschenk und gab den Gästen Gelegenheit zu Grußworten. Bürgermeister Stefan Martus hieß hier als Erster den neuen Hirten im Namen von Gemeinderat und Ortschaftsräten herzlich willkommen. Ihn erwarte eine Fülle von Aufgaben, die sich auf das örtliche Gemeinwesen beziehen und die Zusammenarbeit zwischen Pfarramt und Stadt erforderten. Martus nannte besonders die Situation im Kindergarten St. Maria, wo umfangreiche Sanierungsarbeiten anstehen. Man arbeite an einem neuen städtebaulichen Konzept, das ihn, sowie das Pfarrzentrum bis hin zur Dammstraße mit einbeziehen. Das passe gut zum Programm "Soziale Stadt", das ja gerade Sannierungsmaßnahmen mit dem Ausbau der sozialen Infrastruktur verknüpfen wolle. Martus versprach, Rat und Verwaltung wollten Pfarrer Maier nach besten Kräften unterstützen. Grußworte sprachen auch Roland Weick als geschäftsführender Rektod für die Philippsburger Schulen, Manfred Weißhardt als Vorsitzender des evangelischen Kirchengemeinderates mit dem Wunsch nach guter ökumenischer Zusammenarbeit, die Dekanatsratsvorsitzende Erika Langguth, die Leiterin der Sozialstation Philippsburg, Angela Stammler, Günter Leinweber als Vertreter der Charitas Bruchsal und Leiter des Seniorenhauses St. Franziskus Philippsburg, die Vorsitzende der örtlichen Vereine, Margarita Dahm-Kappler und, mit besonderem Beifall begrüßt, Pfarrer i.R. Anton Killer sowie die Ministranten. Pfarrer Maier bedankte sich bei allen Mitwirkenden des Festgottesdienstes und beim Musikverein Stadtkapelle, der vor der Kirche gespielt hatte.

Einladung erging an alle zur Teilnahme am folgenden Pfarrfest im Pfarrzentrum. Dort waren nach dem Mittagessen Beiträge der Kindergärten St. Agnes Rheinsheim und St. Maria Philippsburg, von Liederkranz, Frauenchor 2000 und dem ökumenischen Gospelchor angesagt. Die Ministranten übernahmen die Kinderbetreuung.

Reeb